Wir sind alle Mütter der Kinder. Diese afrikanische Tugend ist im Namen „Mmabana“, Tswana für „Mutter der Kinder“, verankert und bildet den Grundsatz für die Mitarbeiter des MCOP in Choma, Sambia. Viele dieser „Mütter“ sind Jugendliche, die sich der Kinder in wöchentlichen Aktivitäten wie dem Kids Club oder dem Nachhilfeunterricht ehrenamtlich annehmen. Durch ihr Engagement lernen sie zugleich Verantwortung zu übernehmen und Gruppenleitungsfähigkeiten zu entwickeln. Doch das MCOP will ihnen eine noch direktere Belohnung für ihren Einsatz geben. Die engagierten Jugendlichen des MCOP können an Bildungsangeboten wie dem kostenlosen Computerkurs teilnehmen, die ihre Berufsaussichten erweitern.

 

Der Computerkurs des MCOP bildet seit 2009 im drei-Monats-Takt 24 Teilnehmer auf drei verschiedenen Niveaus. Bis Ende 2011 wurde somit bereits mehr als 90 Jugendlichen die Tür zur global vernetzten Welt geöffnet. Doch wie lassen sich die neuerworbene Fähigkeiten der Absolventen einsetzen, wenn die meisten von ihnen keinen persönlichen Rechner besitzen, geschweige denn Internetzugang haben? Im MCOP in Choma wurde nun ein Projekt gestartet, das diesen Weg ermöglicht. Ein öffentliches Internet Café soll eingerichtet werden!

 

Das Café ist darauf ausgerichtet, sich selbst zu finanzieren. Es bietet unter anderem Druck- und Kopierleistungen, sowie Sekretariatsdienste an, dessen Einnahmen sowohl der Finanzierung der laufenden Kosten des Projektes (Miete, Internet und Taschengeld für freiwillige Betreuer), als auch für die Ausgaben der kostenlosen Computerkurse dienen.

 

Doch ehe es sich selbst erhalten kann muss das Café zunächst ins Leben gerufen werden. Erste Spenden haben es bereits ermöglicht die Räumlichkeiten zu renovieren und einzurichten. Drei provisorische Rechner sind installiert worden, die Kosten für Strom und Miete sind für drei Monate gedeckt – das Internet Café ist seit April bereits in Betrieb!

 

Maria Navarro ist eine junge Kolumbianerin aus München, die durch ihren Aufenthalt in Johannesburg vom MCOP erfuhr und es anschließend besuchte. Begeistert erzählt sie vom Projekt und dem jungen Internetcafé: „Nach einer Woche in Choma bin ich vom Engagement der lokalen MCOP-Freiwilligen beeindruckt, sowie vom „Impact“ der Aktivitäten auf die Gemeinschaft in Choma überzeugt . Mit wenigen Mitteln, kann man diesen Jugendlichen, ein in der jetzigen Zeit unabdingbares Werkzeug verschaffen.“ Sie half dabei, das Internetcafé zu konzipieren und einen online Spendenaufruf auf betterplace.de zu organisieren.

 

Es fehlt leider noch ein Großteil der Finanzierung, ehe das geplante Internetcafé vollständig fertiggestellt werden kann. Es müssen Monitore, Keyboards, Mäuse, Kopfhörer und ein All-in-One Office Printer gekauft werden. Auch der Transport dieser Geräte muss noch finanziert werden.

 

Wenn diese Anschaffungen getätigt sind, ist das Projekt zuversichtlich, dass das Internetcafé sich selbstständig finanzieren kann. Zuletzt sollte das Hauptaugenmerk jedoch auf der Weiterentwicklung, Entfaltung und Eigeninitiative, die durch die geistige Vernetzung des Internet angespornt wird, liegen.

 

Wir laden alle ein dieses Projekt zu unterstützen. Man kann überhttp://www.betterplace.org/de/projects/9008-mmabana-internet-cafe eine direkte Spende für die Einrichtung des Internetcafés abgeben oder bei weiteren Vorschlägen unsere 1. Vorsitzende Natalie Zaiß unter natalie.zaiss@gmail.com kontaktieren. Wir freuen uns über jede Unterstützung und danken uns schon im Voraus für die Hilfe!