Schlagwortarchiv für: Deutschland

Newsletter September 2017

Liebe Friends of Mmabana,

Was passiert in DEUTSCHLAND?

Wir dachten uns in diesem Newsletter ist es einmal an der Zeit Ihnen den Vorstand der Friends of Mmabana Deutschland vorzustellen. Er besteht aus vier jungen Menschen, die alle eine persönliche Verbindung zum Projekt in Sambia haben.

Zum einen haben wir den 1. Vorsitzenden Jakob Teichmann, der als Freiwilliger 2012/2013 in Choma war. Er hält nach wir vor engen persönlichen Kontakt zum Projekt und war zuletzt im Jahr 2016 dort. Derzeit studiert er Politikwissenschaften in Münster und Enschede (Niederlande). Zum anderen gibt es die 2. Vorsitzende Megan Duddek, die gemeinsam mit Jakob als Freiwillige in Sambia war. Während dieser Newsletter erstellt wird, befindet sie sich für mehrere Wochen vor Ort im Projekt, um dort u. a. bezüglich dem neu eingeführten Finanzsystem zu unterstützen. Megan ist Medizinstudentin in Mannheim.

Neben diesem Power-Duo gibt es noch zwei Menschen, ohne die im Verein nichts geht. Sonja Knüdel, die das Projekt schon lange kennt, im Jahr 2012 eine Begegnungsreise mitorganisiert hat und 2015 Nosiku Kalonga bei ihrer Tour durch Deutschland begleitete. Sie ist die Schriftführerin des Vereins, arbeitet als Verfahrensingenieurin und kommt aus Karlsruhe. Und last but not least der Mann für die Zahlen – Jean-Christophe Dalka. Er begleitet das Projekt in Choma schon seit seinen Kinderschuhen und er war es u.a. auch, der damals die Idee der Vereinsgründung hatte. Ihn und seine Familie verband eine enge Freundschaft zu Nosiku. Jean-Christophe ist als Wirtschaftsingenieur in der Nähe von Stuttgart tätig.

Was passiert in SAMBIA?

Auch in Sambia gibt es einen Vorstand, der das Projekt vor Ort leitet und koordiniert und Ansprechpartner für Friends of Mmabana Deutschland ist.

1. Vorsitzende: Elizabeth Masiku oder „Mama Masiku“ – wie sie in Choma genannt wird – ist ehemalige Schulleiterin der „St.Patricks School“, einer hiesigen Gesamtschule. Mrs Masiku ist eine passionierte Lehrerin, der vor allem der Umgang mit den kleineren Schulbesuchern und -besucherinnen Spaß macht. Als sie selber noch unterrichtete, war sie eine respektierte Grundschullehrerin. Heute leitet sie auf ihrem Grundstück eine eigene kleine Vorschule, in der sie selbst allerdings keinen Unterricht gibt. Elizabeth Masiku wird im Oktober 64 Jahre alt. Momentan ist sie in ihrer Kirchengemeinde sehr engagiert und ist darüber hinaus eine sehr gefragte Stimme, wenn es – vor allem im Bereich Bildung – um die Weiterentwicklung von Choma geht.

2. Vorsitzende: Memorine Chiteta ist 58 Jahre alt und studierte Psychologin. Sie hat die Leitung über das Sozialprojekt „Hospice Alternative Care“ hier in Choma, das sich um die Pflege von Aids-Kranken in den Wohnvierteln kümmert. Mrs Chiteta hat eine ganz besondere Leidenschaft für die Krankenpflege entwickelt, nachdem ihre eigene Schwester an Aids starb. Nun ist es, wie sie sagt, „ihre Aufgabe, den vielen Bedürftigen vor Ort ihre Zeit und Liebe zu schenken und ihnen – trotz Krankheit – etwas Lebensqualität zurückzugeben“.

Projektkoordinator: Emmanuel Chawa Mudenda beendete 2012 sein Theologie-Studium bevor er sich Mmabana anschloss. Heute ist er 27 Jahre alt und koordiniert das Projekt. Schon seit Grundschulzeiten ist es Emmanuels großer Traum, eines Tages ein eigenes Waisenhaus zu leiten. Doch erstmal möchte er sich voll und ganz auf Mmabana konzentrieren und das Projekt so gut wie nur möglich leiten und voranbringen. Seine Gutmütigkeit und die Liebe zu Kindern werden ihm dabei sicher nützliche Charaktereigenschaften sein. Im Dezember erwarten Emmanuel und seine Frau ein Kind.

Das sind die Menschen, die Mmabana in Sambia und Friends of Mmabana Deutschland leiten, koordinieren und mit viel Engagement und Liebe begleiten. In den nächsten Newslettern werden wir Ihnen auch die unterschiedlichen Komitees vorstellen, die Friends of Mmabana Deutschland tragen und formen.

Wir hoffen Sie haben nun etwas über unsere Leitungsteams erfahren und senden Ihnen herzliche Grüße,
Ihr Editor-Team

Newsletter Juli 2017

Liebe Friends of Mmabana,

Was passiert in DEUTSCHLAND?

Wie sicherlich bekannt ist, werden die deutschen Mmabana-Freiwilligen über das Evangelisch Lutherische Missionswerk in Hermannsburg entsandt und davor in einem zweiwöchigen Seminar auf ihren Freiwilligendienst vorbereitet. Bei genau diesem Vorbereitungsseminar durfte ich (Julia – Freiwilligenjahrgang 2015/2016) unsere beiden neuen Freiwilligen Johanna und Jonas – in der Mitte des Bildes mit den roten T-Shirts – etwas genauer kennenlernen. Jonas kenne ich schon länger – im Veranstaltungsort Hermannsburg, unserem Heimatdorf, kennt man sich. In unserem Fall kommt die Verbindung außerdem durch die Mitarbeit im CVJM vor Ort zustande, in dem Jonas noch immer als ehrenamtlicher Jugendgruppenleiter arbeitet. Auch Johanna ist als Leiterin einer Jugendgruppe aktiv und begleitet Konfirmanden- und Jugendfreizeiten. Beide werden sicherlich viele ihrer Erfahrungen ins Projekt mit einbringen können. Sowohl Johanna, als auch Jonas sind übrigens total sportbegeistert – eine Eigenschaft, die für jede Form der Jugendarbeit und gerade für die verschiedenen Clubs bei Mmabana ganz prima passt.

Unsere beiden Neulinge werden Mitte August nach Sambia ausreisen und kurz darauf schon von drei unserer ehemaligen Freiwilligen Besuch abgestattet bekommen. Megan, Hanna und ich werden im Zeitraum zwischen Ende August bis Anfang Oktober in Choma sein, um unsere neuesten Mmabana-Mitglieder etwas einzuarbeiten, ihnen einige unserer Lieblingsorte vorzustellen und um natürlich selbst mal wieder das Projekt zu besuchen. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Zeit vor Ort und wünschen den beiden, Johanna und Jonas, eine gute Ankunft und ein stressfreies Einleben. Aus Choma hört man übrigens immer wieder, dass sich alle riesig auf die beiden freuen! 😉

Was passiert in SAMBIA?

Wie schon in der Mitgliederversammlung im März berichtet, hat der Projekt-Koordinator Emmanuel Chawa Mudenda in Zambia Compound ein weiteres Haus angemietet. Seit April findet dort nun regelmäßig – tada! – wieder der Reading and Writing Club statt. Dieses Programm bezieht sich auf Kinder, die trotz der Schulpflicht in Sambia nicht in die Schule gehen. Es sollen Grundlagen im Lesen und Schreiben, sowie Englisch vermittelt werden, so dass die Kinder nach einiger Zeit wieder erfolgreich in eine Regelschule integriert werden können. Das Programm war Anfang 2015 ausgesetzt worden, da unsere finanziellen Mittel für das Folgeprogramm – den Education Support – ausgereizt waren und wir keine weiteren Kinder aufnehmen konnten.

Leider sind unsere Mittel für den Education Support nicht überraschend gestiegen. Trotzdem hat Emmanuel beschlossen, dass ein wenig Unterricht besser als gar keiner ist, und nun besuchen fast 20 Kinder zweimal pro Woche den neuen, alten R&W Club. Wenn wir in einigen Monaten so in der Lage sind, doch dem ein oder anderen klugen Köpfchen einen regulären Schulbesuch zu ermöglichen, sind wir umso glücklicher – und dabei weiterhin sehr dankbar für Ihre Unterstützung!

Sommerliche Grüße
Ihr Editor-Team

Newsletter März 2017

Liebe Friends of Mmabana,

Was passiert in DEUTSCHLAND?

Mit viel Motivation sind wir in das neue Jahr gestartet! Anfang März waren alle Friends zur Jahres-Hauptversammlung in Münster eingeladen. Obwohl es natürlich einen gesetzlich vorgeschriebenen „Pflichtteil“ gab, freuten wir uns sehr über das Wiedersehen und vor allem über das ausführliche Update aus Sambia (dazu unten mehr). Der Jahresbericht wurde vorgestellt, den wir gerne an Interessierte weiterleiten. Wir bitten diesbezüglich um eine kurze Rückmeldung unter kontakt@mmabana.org

Es gibt übrigens zwei tolle Neuigkeiten aus Deutschland:
Nach einem Jahr Pause wird es wieder zwei Freiwillige geben, die wir ab Sommer gemeinsam mit dem „ELM Hermannsburg“ nach Choma entsenden. Leider waren Jonas und Johanna wegen eines Vorbereitungsworkshops verhindert, so dass wir sie nicht kennenlernen konnten. Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segen für ihre Zeit in Sambia!

Außerdem haben wir während der Hauptversammlung in verschiedenen Workshops überlegt, wie wir Mmabana in Choma noch besser unterstützen können. Dabei sind vier Teams entstanden, die sich auch weiterhin regelmäßig – meist in Form einer Skype-Konferenz – treffen und Ideen bearbeiten. Wir werden die Teams in den kommenden Wochen etwas ausführlicher vorstellen. Hoffentlich kann der Schwung aus den Workshops lange erhalten bleiben!

Was passiert in SAMBIA?
Auch in Sambia ist ein motivierter Start ins neue Jahr geglückt! Der neue Koordinator Emmanuel Chawa Mudenda hat sich mittlerweile gut eingearbeitet und führt das Projekt mit vielen tollen Ideen an. Momentan ist die Anmietung eines kleinen Hauses im Zambia-Compound (Viertel aus dem viele der Afterschool-Club Kinder kommen) als kleine Außenstelle geplant, um dort den Afterschool Club unterrichten und eventuell einen neuen Reading and Writing Club einrichten zu können. Bis dato kamen aufgrund der großen Entfernung des Projekthauses zum Zambia-Compound, viele Kinder aus dieser Gegend nicht mehr regelmäßig zum Unterricht.

Die Computerclass-Schüler vom letzten Jahr haben sich ebenfalls gut in ihre neuen Ämter eingefunden und leisten als Anleiter/-innen der verschiedenen Programme tolle Arbeit. Vielen gefällt ihre Arbeit sogar so sehr, dass sie vorerst planen längere Zeit bei Mmabana zu bleiben.

Abschließend eine sehr aufregende Neuigkeit aus Choma: Mmabana war im nationalen Fernsehen! Der Fernsehsender ZNBC strahlte filmische Eindrücke vom Projekt, sowie Interviews mit Emmanuel aus. Involviert waren außerdem verschiedene Ministerien, zu denen vielversprechende Kontakte geknüpft werden konnten. Darüber hinaus wandten sich als Reaktion auf den Fernsehbeitrag mehrere Organisationen (darunter SOS Kinderdörfer) an Mmabana, um Kooperationen vorzuschlagen.

Wer weiß, was dieses Jahr noch bringt. Es geht zumindest schon mal gut los und wir bleiben sowohl in Sambia als auch in Deutschland mit Motivation am Ball.

In dem Sinne ein weiterhin erfolgreiches Jahr 2017 wünscht
Ihr Editor-Team

Newsletter Dez 2016

Liebe Friends of Mmabana,

das Jahr ist fast zu Ende und jede/r von uns blickt auf ereignisreiche Zeiten, Leichtes und Schweres, Helles und Dunkles zurück. Auch für Mmabana war 2016 kein leichtes Jahr. Der plötzliche und tragische Tod der Gründerin Nosiku Kalonga war für uns alle ein Schock und sowohl in Sambia, als auch in Deutschland fand eine Neuorientierung statt, neue Strukturen mussten geschaffen und neue Kontakte geknüpft werden. Die tolle Nachricht zum Jahresende ist, dass dies gelungen ist!

Auf der Mitgliederversammlung, die vom 11. bis 13. November in Karlsruhe stattfand, war dies spür- und erlebbar. Es waren so viele Mitglieder wie noch nie da und auch die beiden Freiwilligen, Hanna und Julia, die im Sommer aus Sambia zurückkamen, waren mit dabei. Sie ließen uns mit ihrem ausführlichen Bericht teilhaben an ihren Erfahrungen und auch an dem Wandel, der sich bei Mmabana vor Ort in diesem Jahr vollzogen hat und den daraus resultierenden Herausforderungen. Auch unsere 2. Vorsitzende Megan war im Herbst für einige Wochen in Sambia und berichtete Aktuelles. Der ehemalige Freiwillige Louis, der wie bereits im letzten Newsletter erwähnt, derzeit zuletzt für mehrere Monate bei Mmabana mitgearbeitet hat, teilte seine Erfahrungen live aus Choma mit uns und war beeindruckt was sich vor Ort seit jetzt ja nicht mehr da seinem Freiwilligendienst 2011/2012 alles getan hat. Nach diesen Informationen aus Sambia und auch Fotos und Videos, die einem das Gefühl gaben, vor Ort dabei gewesen zu sein, wurden die Gardinen wieder aufgezogen und der strahlende Sonnenschein fiel in den davor abgedunkelten Raum. Wir alle empfanden dies als Hoffnungszeichen, dass auf das Dunkle das Helle folgt und dass es 2017 mit Mmabana trotz mancher Schwierigkeiten „strahlend“ weitergehen wird. Dem Protokoll, dass Ihnen in den nächsten Tagen zugestellt wird oder auf der Homepage einsehbar ist, können Sie noch Genaueres zur stattgefundenen Mitgliederversammlung entnehmen. Außerdem kann man auf Youtube ein Video bewundern, dass Megan nach ihrem Aufenthalt in Sambia zusammen geschnitten hat und einen guten Einblick über die derzeitigen Projekte gibt.

Wir wünschen Ihnen von Herzen ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest und entspannte Feiertage. Falls Sie auf die Schnelle noch ein Geschenk für Ihre Lieben benötigen (oder bereits fürs nächste Jahr vorplanen) sei Ihnen an dieser Stelle noch www.gooding.de empfohlen. Bei der Mitgliederversammlung referierte Megan sehr charmant darüber wie Waren und Dienstleistungen online bestellt werden können und dabei ohne Mehrkosten eine kleine Spende an Friends of Mmabana oder ein anderes ausgewähltes Projekt gehen kann. Einfach mal reinschauen, es lohnt sich 🙂

Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen viele strahlende Sonnen-Momente, Gesundheit und ein friedliches Miteinander. Und um es mit den Worten von Wilhelm Busch zu sagen „Will das Glück nach seinem Sinn dir was Gutes schenken, sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken. Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das, worum du dich bemühst, möge dir gelingen.“

DANKE, dass Sie Mmabana unterstützen!
Ihr Editor Team

Newsletter Mai 2016

Liebe Friends of Mmabana,

es gibt traurige Nachrichten aus Sambia, die Sie auf jeden Fall auch noch einmal auf “offiziellem Wege“ hören sollen. Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Nosiku Kalonga, Gründerin und Leiterin von Mmabana am 01.03.2016 verstorben ist. Nosiku wurde Mitte Januar diesen Jahres mit Magenschmerzen in das Krankenhaus in Choma eingeliefert und Ende Januar wurde eine Operation durchgeführt. Von ihrem Ehemann Victor Siluwaile haben wir dann Anfang März von ihrem Tod erfahren. In der gleichen Woche fand die Beerdigung statt. Noch immer sind unsere Gedanken und Gebete bei ihrer Familie, allen Freiwilligen (vor allem bei Julia und Hanna, den jetzigen deutschen Freiwilligen vor Ort) und bei allen Menschen weltweit, die das Privileg hatten, Nosiku kennen zu lernen.

Wieso wir erst jetzt schreiben? Vor allem wollte der Vorstand zunächst die ersten Auswirkungen abwarten, damit wir Sie nun umfassender informieren können. Denn aufgrund dieser Situation stellt sich natürlich sofort die Frage, welche Auswirkungen diese Nachricht auf die Arbeit in Sambia und Deutschland hat. Erfreulicherweise erst einmal gar nicht so große. In Sambia gibt es mit Emmanuel Mudenda einen langjährigen Freiwilligen, der nun die Leitung übernimmt. Unser 1. Vorsitzender Jakob Teichmann hatte die Gelegenheit ihn 2013 kennen zu lernen und war beeindruckt, dass er 2015 bei seinem zweiten Besuch immer noch ein engagierter Freiwilliger war. Nun leitet er Mmabana zusammen mit einem eingespielten Team von Freiwilligen und dem Vorstand. Wir vertrauen darauf, dass die neue Leitung Mmabana weiterhin verantwortungsvoll voranbringen wird. Da bereits im Dezember 2015 entschieden wurde, dass dieses Jahr keine neuen ELM-Freiwillige nach Sambia gesandt werden, müssen wir uns über deren Betreuung keine Gedanken machen. Für die tägliche Arbeit des Vereins in Deutschland verändert sich nicht so viel. Natürlich müssen nun neue Kontakte entstehen und Vertrauen muss sich auf beiden Seiten entwickeln. Der Kontakt zwischen dem deutschen Vorstand und Emmanuel Mudenda auf sambischer Seite ist im Moment sehr intensiv und der erste Austausch in diese Richtung war für uns sehr ermutigend. Von daher sind wir frohen Mutes, dass diese schreckliche Nachricht nicht allzu große Auswirkungen auf Mmabana haben wird und wir Nosikus Lebenswerk in ihrem Sinne fortführen können

Aufgrund des Todes von Nosiku war die Mitgliederversammlung vom 11. bis zum 13. März in Braunschweig nicht wie die sonstigen Treffen von Friends of Mmabana Deutschland. Wir hatten erst einige Tage zuvor von ihrem Tod erfahren und deshalb stand bei unserem Treffen nicht nur die weitere Planung im Vordergrund, sondern auch der Abschied von Nosiku. In vielen Gesprächen und einer Gedenkfeier konnten wir dies tun und empfanden die gemeinsame Zeit als Trost und schöpften neue Kraft und Motivation für unsere Arbeit.

Am Schluss sei noch auf das Africa Festival hingewiesen, welches vom 26. bis 29. Mai in Würzburg stattfindet. Einige Mitglieder wollen dies gerne besuchen und schauen, ob es nächstes Jahr für uns ein geeigneter Rahmen wäre, um an einem eigenen Stand die Arbeit von Mmabana vorzustellen. Außerdem sei auch gesagt, dass es – wie bereits im letzten Jahr – wahrscheinlich wieder 1000 Drawings Veranstaltungen geben wird. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter www.1000drawings.org.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und genießen Sie die schöne Frühlingssonne.

Herzliche Grüße vom Editor-Team

Traurige Nachricht

Liebe Freunde von Mmabana,
wir haben heute leider eine unendlich traurige Nachricht für Sie. Nosiku Kalonga Siluwaile, Gründerin, Chefin und Gesicht von Mmabana ist gestern verstorben. Wir sind bestürzt über diese Nachricht. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihrer Familie und all ihren Freunden weltweit.
Nosiku wurde Mitte Januar diesen Jahres mit Magenschmerzen in das Krankenhaus in Choma eingeliefert. Ende Januar wurde eine Operation wegen eines Darmverschlusses durchgeführt. Von ihrem Ehemann Victor Siluwaile mussten wir nun erfahren, dass sie leider ihren Überlebenskampf verloren hat.
Nosiku wird uns allen und Mmabana fehlen. Möge sie in Frieden ruhen.
Wir wünschen Ihnen, uns und der Familie von Nosiku viel Kraft und Gottes Segen und Beistand.
Der Vorstand: Jakob Teichmann, Andreas Knüdel, Megan Duddek, Jean-Christophe Dalka

Informationen zur Trauerfeier werden wir dann hier bekanntgeben.

Wer gerne für Nosikus Beerdigung und ihre Familie spenden möchte, kann dies bis zum 13.03. tun:

Friends of Mmabana Deutschland e.V.
Volksbank Karlsruhe
IBAN: DE17 6619 0000 0010 2130 29
BIC: GENODE61 KA1
Verwendungszweck: Beerdigung Nosiku

Das KENAKO Afrika Festival und seine Gewinner

Wie bereits im letzten Newsletter und auf der Homepage mitgeteilt wurde, haben „Friends of Mmabana Deutschland“ am 12./13. Juni am KENAKO Afrika Festival in Berlin teilgenommen. Hier hatten wir einen Infostand und präsentierten unsere Arbeit einer Delegation afrikanischer Botschafter und einer Jury. Wir hatten außerdem die Ehre, dass der sambische Botschafter Herr Bwalya S.K. Chiti anwesend war und sich interessiert an unserer Arbeit zeigte. Zu gewinnen gab es für das beste und nachhaltigste Projekt einen Afrika-Flug von Brussels Airlines und den KENAKO Award.

Und die tolle Nachricht ist … WIR HABEN GEWONNEN!!

Wir wollen diesen Flug nun der Gründerin und Leiterin von „Mmabana Community Outreach“ in Choma schenken und sie herzlich nach Deutschland einladen, um von ihrer Arbeit vor Ort und zukünftigen Planungen zu berichten. Wer Nosiku Kalonga einladen möchte, auch gerne Schulen und Gemeinden, möge sich bitte an kontakt@mmabana.org wenden. Noch ist allerdings unklar, wann genau die Reise stattfinden wird. Voraussichtlich Oktober/November 2015.

Herzliche Grüße von

Andreas Knüdel, Robert Bräutigam, Pierre-Yves und Jean-Christophe Dalka

Weitere Infos finden Sie unter www.kenako-festival.de

Mitgliederversammlung 2015 – Sonnige und produktive Tage in Braunschweig

Vom 10.-12.April haben wir uns zur ersten Mitgliederversammlung diesen Jahres in der St. Johannis Gemeinde in Braunschweig eingefunden. Die großzügigen Räumlichkeiten im Gemeindezentrum ermöglichten uns einen produktiven Tagungstag mit kurzen Pausen im sonnigen Garten, sowie nächtlichen Kickerturnieren. Wir haben uns vor allem intensiv mit dem geplanten Hausbau in Choma, Sambia beschäftigt. Da uns dies als kleiner Verein vor große Herausforderungen stellt, haben wir uns über potentielle Fördermöglichkeiten informiert.

Es war uns allen eine große Freude die zwei neuen Freiwilligen für das Jahr 2015/16 in Braunschweig zu begrüßen. Hanna Jonas und Julia Wrogemann werden ab Sommer ein Jahr bei Mmabana sein und hatten natürlich einige offene Fragen mitgebracht, die wir, vor allem aber die ehemaligen Freiwilligen Jakob Teichmann, Megan Duddek und Frederik Bade, hoffentlich ausführlich beantworten konnten. Die Freiwilligen in ihrer Vorbereitung zu unterstützen und sie auch während ihres Aufenthaltes vor Ort zu begleiten ist für uns eine sehr wichtige Aufgabe.

Des Weiteren hat sich eine Veränderung im Vorstand ergeben. Nach drei Jahren als erste Vorsitzende, freue ich mich Jakob Teichmann als neuen Vorsitzenden im Vorstand der Friends of Mmabana Deutschland e.V. zu begrüßen. Mich erfüllt es mit großem Stolz, dass sich ehemalige ELM-Freiwillige bei uns im Verein engagieren und bereit sind auch weiterhin – neben Nebenjobs und Studium – ihre Zeit hierfür zu investieren. Ein besseres Feedback kann es für Mmabana in Sambia kaum geben! Den Posten des Schriftführers hat Megan Duddek übernommen – sie war das erste Mal bei unserer MV dabei und beglückte uns alle mit großem Tatendrang ☺! Andreas Knüdel und Jean-Christophe Dalka bleiben uns für ein weiteres Jahr als 2. Vorsitzender und Kassenwart erhalten. Danke!

Ein herzlicher Dank gilt der St. Johannis Gemeinde für die Räumlichkeiten. Wir kommen gerne wieder ☺ …

Einen schönen Frühlingsstart wünscht im Namen des gesamten Vereins,
Natalie Zaiss

Nicki in Afrika 2011 – Teil 3

Hmmm wo hab ich aufgehört?

Ach ja Donnerstag! African Child Day! Auf alle Fälle kann man das bisschen vergleichen wie ein ziemlich großes Kinderfest mit Straßenumzug am Anfang. Nur alles viel minimalistischer wie in Deutschland. In Deutschland hat man da ja Verkleidungen, Musikgruppen, …. naja und hier laufen die Kinder von den ganzen Schulen in ihrer Uniform und den jeweiligen Bannern der Schule hinter einer Musikgruppe (die überhaupt nicht mit unseren zu vergleichen ist, da diese alle nur Laien sind und kaputte Musikinstrumente haben, aber sie machen das Beste draus) her. Am Sammelplatz hab ich dann Inge Fischer kennengelernt. Ja ich weiß, ein typisch deutscher Name. Und das ist sie auch. Typisch Deutsch! So einen krassen Stuttgarter Dialekt und echt streng. Sie hat dort in Choma das Childrens Nest aufgebaut. Ein Waisenhaus mit derzeit 65 Kindern. Nächste Woche werd ich sie mal besuchen und bring noch ein paar Malstifte vorbei.

Nach dem Marsch sind wir an einer Wiese angekommen und dort haben dann die einzelnen Schulen und Organisatoren etwas aufgeführt also Lieder, Gedichte oder Tänze. Ja und dann war da noch so ein Ehrengast. Bei uns würden wir ihn den Bürgermeister nennen. Aber der war mir total unsympathisch. Erstens kam er viel zu spät und als er dann endlich da war hat er während den Darbietungen Zeitung gelesen. Fand ich blöd! So gegen 14 Uhr sind wir dann nach einem Keks als Mittagessen gegangen. Nosiku und ich haben noch was in der Stadt erledigt und sind dann völlig erledigt mit dem Taxi nach Hause gefahren. Hier fährt man so gut wie alles mit dem Taxi und jeder der hier ein Auto hat ist gleichzeitig auch Taxifahrer. Ich glaube es gibt mehr Taxi’s hier als in einer Kleinstadt in Deutschland. Am Abend haben wir nicht mehr viel gemacht da wir schon echt müde waren.

Am Freitag waren wie am Vormittag wieder einkaufen. Nosiku wollte in der Fleischerei Fleisch für den Monat einkaufen. Aber das Fleisch dort hat echt schon gestunken und war total eklig. Naja die haben es mit der Hygiene nicht so wie wir in Deutschland. Wir haben dann doch noch welches gefunden was gut war. Am Mittag hatten wir wieder Youth Club und dieses Mal war eine Frau (Evliyn) da, die die Jugendlichen über Aids und HIV aufgeklärt hat. War schon krass zu sehen, dass jeder in dem Raum die Hand hochgehalten hat bei der Frage, ob sie sich schon mal testen lassen haben und ob sie es nochmal machen wollen!

So gegen fünf (eigentlich wollten wir um vier los) sind wir dann mit Sister Margareta nach Livingstone losgefahren. Ja und das war ne Fahrt!!!! Wir sind so im Durchschnitt 80 km/h gefahren und bei jedem Auto das uns entgegen kam hat Margareta so auf die 20 runter gebremst. Oh mann oh mann!!!! Ach ja und als Erkennungszeichen wo das Auto endet und anfängt wird die ganze Zeit geblinkt! Echt krass! Nie wieder!!!

Angekommen in Livingstone haben wir unsere Zimmer bezogen. Waren dort im Jollyboys. Das ist so in Hostel extra für Backpacker und Durchreisende aber echt total schön! Was mich bisschen gestört hat war das Vier-Bett-Zimmer. Wir drei Frauen und ein schnarchender Mann!!!!! Naja da muss man durch!

Samstag war mein Tag! Bin um sechs aufgestanden und wurde um sieben Uhr zur Safari abgeholt. So richtig auf dem Auto sitzen, in zwei dicke Decken eingepackt und ab gehts in die Wildnis! War sooo toll! Hab Giraffen, Zebras, Wasserbüffel,……. alles außer Elefanten gesehen und das echt nah und ohne Zaun. War manchmal schon komisch so nah an so einem Büffel zu sein. Nach der Safari haben wir zusammen gebruncht und dann haben wir uns in die Sonne an den Pool gelegt! Mann das war sooo schön entspannend! So gegen 14 Uhr sind Nosiku und ich mit dem Taxi (mit was auch sonst) zu den Viktoria Fällen gefahren. Wow, ich war echt aufgeregt. Dort angekommen …… WOW……….. das muss man selber sehen! Unbeschreiblich! Haben uns dort dann so Regencapes ausgeliehen als wir gesehen haben wie durchnässt die anderen Besucher zurückkamen! Und dann hieß es nur noch staunen, staunen, staunen…… Auf dem Rückweg hab ich dann mein Regencape ausgezogen um das alles so richtig zu erleben! Man das war so toll sag ich euch! Ich war zwar klitschnass aber das hat sich sowas von gelohnt!

Zurück im Jollyboys haben wir Abendbrot gegessen und uns dann dort an die Bar gesetzt. Hab dann sehr bald den Thorsten aus Berlin und den Fabian aus Zürich kennengelernt. Endlich mal wieder Deutsch hören!! War total der lustige Abend mit viel Bier und Blödsinn. Die machen eine 6 monatige Tour durch Afrika! Schon cool! Wär am liebsten bei denen mitgefahren! Naja dann halt nicht. Haben dann festgestellt, dass die Beiden auf dem Rückweg in Choma durchfahren und mich dann mitnehmen nach Livingstone. Hab nämlich beschlossen einen Flug von dort nach Johannesburg zu nehmen statt dem Bus. Und spar damit sogar Geld und viel Zeit. Darauf freu ich mich echt schon. Die sind total nett und lustig. Werden dann eine Nacht nochmal im Jollyboys sein und am nächsten Tag flieg ich dann!

Am Sonntagmorgen haben wir dann noch Nummern ausgetauscht und dann mussten wir uns verabschieden. Ehrlich gesagt war ich ganz schön traurig von dort weg zu gehen. Hab es so genossen den “Reichtum“ dort! Zurück in die Armut! Thorsten und Fabian sind vor uns losgefahren und mussten wahrscheinlich noch einkaufen. Auf dem Weg zurück nach Choma haben die Beiden uns dann überholt da Sister noch langsamer gefahren ist wie am Freitagabend! Innerlich hab ich geschrien zu den Beiden das sie anhalten sollen und mich mitnehmen sollen. Ich hab echt angefangen innerlich zu kochen bei jedem Blick auf den Tacho!!!!!!!!! Freie Straßen und 80km/h! Das versteh ich immer noch nicht!

Jetzt bin ich wieder in Choma und sitz im Bett. Eigentlich ist ja Kids Club aber ich hab grad null Nerven so viele Kinder zu sehen und so viel Lärm um mich zu haben.

Ich hoffe sehr die Berichte sind spannend für euch!

Also dann bis bald ihr daheimgebliebenen!!!!

Eure Nicki

Nicki in Afrika 2011 – Teil 2

So nun hab ich wieder bisschen Zeit euch weiteres zu erzählen.

Am Sontag waren wie dann sehr früh in der Kirche. Hab nicht viel verstanden und es war auch eine katholische Kirche mit sehr vielen Traditionen wie in Deutschland. Die katholische Kirche hat aber trotzdem eine Besonderheit da die Pastoren ausgebildet werden müssen wie in Deutschland. Ansonsten kann jeder hier eine Kirche oder Glaubensgemeinschaft gründen. Es gibt hier in Choma so um die 100 Glaubensgemeinschaften also weit mehr als Schulen. So gegen 14 Uhr sind wir dann zu einem Schulgelände hier in der Nähe gefahren und dann war es Zeit für den Kids Club! Es waren so ungefähr 288 Kinder da. Anfangs haben wir gemeinsam gesungen und ich hab Gitarre gespielt. Ja es stimmt!! Und außerdem hab ich sogar allein vor den Kindern gesungen (was ich in meinem deutschen Leben niemals machen würde J)!! Ja und dann gab es verschiedene Aktivitäten wie Fußball, Modeln, andere Spiele, Malen und auch die Vorbereitung auf den „African Child Day“ der am Donnerstag sein wird. Die Kinder werden dort ein Lied vortragen und machen das echt super! Nachmittags hab ich dann der Idah das Fahrradfahren beigebracht. Das war echt lustig!! Beim ersten Versuch sind wir beide im Sand gelandet und haben recht ansehnliche Stunts gemacht. Da sowas in Choma eine Besonderheit ist hatten wir echt viele Zuschauer um uns. Meistens die Kinder von der Nachbarschaft. Die fanden das natürlich sehr lustig. Idah macht sich gut!!!! Am Abend waren wir dann bei Mama essen (alle Frauen ab einem bestimmten Alter werden als Mama bezeichnet). Mama ist auch eine der Mitglieder von Mmabana (= Mutter der Kinder) bzw. MCOP. Mmmmmmh das war sooooo lecker. Ach ja und Bier gab es auch und das echt reichlich. Idah hat glaub bisschen viel davon erwischt, sie war nur noch am lachen. Ja alles in allem war das ein echt toller Tag und ich war ziemlich müde.

Am Montag hab ich gar nicht viel gemacht da ich eine ziemlich schlechte Nacht mit Alpträumen hatte. Also hab ich fast den ganzen Tag geschlafen bis auf Abends. So gegen (ich kann kaum genaue Zeitangaben machen da ich nie eine Uhr mit mir hab) also, so gegen 19 Uhr hatten wir dann Hauskreis und haben gesungen und gebetet. Das war echt schön. Und so endete dieser Tag! Ich hab es ja gesagt, nicht wirklich spektakulär!

Und so wie der Montag geendet hat, hat der Dienstag begonnen. So richtig schön faul. Also ich werde auf alle Fälle erholt nach Deutschland zurückkommen! Idah und ich haben wieder geübt mit dem Fahrrad zu fahren und sie wird echt besser. Am Abend sind Nosiku und ich dann mit dem Fahrrad noch los um Hühnchen zu besorgen. Ja und das war ein ganzes Viech mit allem dran und drin!!! Nosiku hat sogar die Beine von dem Huhn mit in den Topf geworfen. Wartet bis ihr die Fotos seht!!!! Und dann war noch was ganz tolles für mich. Ich hab doch erzählt, dass dieser Junge, Elija, dringend Milch und Eier braucht. Die Mutter ist einverstanden, dass ich ihm für einen Monat diese Sachen kaufe und er kommt nun jeden Abend und jeden Morgen vorbei. Das hat mich echt total gefreut!

Ja und jetzt der Mittwoch! Ich bin um 7 aufgestanden (mit Halsweh und Kopfweh) und dann sind wir zum “Friseur“ gegangen um meine Haare zu flechten. Nosiku und die anderen haben die ganze Zeit gesagt, dass das so arg weh tun würde. Naja ein bisschen geziept hat es schon aber das Resultat kann sich echt sehen lassen! Leider ist das Halsweh nicht wirklich besser geworden und so hab ich mich danach wieder ins Bett gelegt und hab geschlafen. Jetzt fühl ich mich wieder total wohl und freu mich auf den abendlichen Besuch von Elija! Morgen findet der African Child Day statt und ich bin echt gespannt was mich da erwartet. Morgen werde ich auch jemand aus dem Schwabenland treffen die hier in Choma ein Kinderheim leitet. Aber alles weitere dann ein anderes Mal!

So dann machts mal gut und ich hoffe es ist für euch genauso interessant wie für mich!

Eure Nicki